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Lingo24 Blog

Drei Übersetzer – ein „reicher“ Gewinner

 Am 2. April wurden die Nominierungen für den International IMPAC Dublin Literary Award bekanntgegeben. Über diesen Anlass freuten sich auch drei glückliche (und sehr gute) Übersetzer: Anne McLean, Übersetzerin von Javier Cercas’ The Speed of Light, John Cullen, Übersetzer von Yasmina Khadras The Attack und Geoffrey Strachan, Übersetzer von Andrei Makines The Woman Who Waited. Ein Preisgeld von € 25.000 geht an den Übersetzer, dessen übersetztes Buch schlussendlich den Literaturpreis gewinnt.

 Der IMPAC-Preis belohnt nicht nur den Autor des preisgekrönten Buches mit € 75.000, sondern auch den Übersetzer mit einem Drittel des gesamten Preisgeldes (€ 100.000). Der IMPAC gilt als wahrhaft internationaler Preis. Zunächst wird eine Auswahlliste (Longlist) von über 100 Titeln auf Empfehlung von 161 Bibliotheken aus aller Welt zusammengestellt; ein internationales Gremium entscheidet dann über die endgültigen Nominierungen (Shortlist) sowie den Gewinner. In den letzten Jahren konnte der Preis internationale Anerkennung erlangen; nicht nur, weil er als einer der wichtigsten Literaturpreise der Welt gilt, sondern auch, weil er als „Barometer“ bezüglich der internationalen Dynamik des englischsprachigen Verlagswesens fungiert.

 Aus diesem Grund ist es höchst erfreulich, die Leistung von ausgezeichneten literarischen Übersetzern anerkannt zu sehen – eine Ehre, die Übersetzern nur selten bei anderen literarischen Veranstaltungen zuteil wird. Ein guter Übersetzer ist in der Lage, sich selbst beim Lesen eines guten Buches zu vergessen; und eine gute Übersetzung zeichnet sich dadurch aus, dass sie die persönliche Kommunikation zwischen Autor und Leser intakt lässt. Herausragende Übersetzer, die diese Kunst beherrschen, existieren tatsächlich, und wir freuen uns, drei von ihnen zu der Chance, wohlverdiente Anerkennung für ihre Arbeit einheimsen zu können, gratulieren zu dürfen.

 

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